Ein Einkaufszentrum bezeichnet eine große Räumlichkeit, welcher mit einer zahlreichen Anzahl an Einkaufsmöglichkeiten und Diensleistungsbetrieben ausgestattet ist, teilweise auch mit Fitnesszentren und Kinosälen.
In den 30er Jahren wurden bereits schlichte Einkaufszentren, meistens weit außerhalb der Städte und im Freien, in den USA bereits errichtet. Das erste, eigentliche Einkaufszentrum entstand mit dem Southdale Center im Jahre 1956. Diese Art von Einkaufszentrum wurde daraufhin sehr beliebt und es wurden zahlreiche auf den restlichen Kontinenten eröffnet.
In der heutigen Zeit gibt es weltweit ca. 43.000 Einkaufszentren , welche 55% des Einzelhandelumsatzes ausmachen.
Das erste Einkaufszentrum in Deutschland wurde in Sulzbach 1964 eröffnet. Darauf folgte das Donau-Einkaufszentrum in Regensburg, welches zweigeschossig war. Dennoch befinden sich die meisten und die größten Einkaufszentren in den USA, jedoch ziehen asiatische Staaten, insbesondere Dubai, nach und bauen derzeit Einkaufsmöglichkeiten mit einer Verkaufsfläche von über 1 Million m².
Aufgrund der großen Anzahl an Einkaufszentren gibt es selbstverständlich auch verschieden Arten von den Einkaufszentren. Diese können sich in der Größe, Form und Lage unterscheiden.
Die Größe des Einkaufszentrum variiert jenach Einzugsgebiet. Je größer das Einzugsgebiet, umso größer auch die Verkaufsfläche und die Auswahl der Produkte.
Nachbarschaftszentrum: Das Einzugsgebiet liegt bei etwa 10.000 - 15.000 Einwohner; Verkausfläche beträgt 2.500 - 5.000 m²; Produkte für den alltäglichen Gebrauch
Gemeinde- bzw. Stadtteilzentrum: Das Einzugsgebiet beträgt ca. 40.000 – 150.000 Einwohner; 8.000 – 12.000 m² Verkaufsfläche; teilweise Großhandelmärkte
Regionales Center: Das Einzugsgebiet schließt die ganze Stadt und das Umland ein; Verkaufsfläche liegt bei 30.000 – 70.000 m²; Produkte für den Privatgebrauch sowie Großhandel
Super-Regionales Center: bundesweites Einzugsgebiet; Verkaufsfläche beträgt über 75.000 m²
Die Form und das Aussehen eines Einkaufszentrums, insbesondere die Innengestaltung, lässt sich vielfach ausformen.
Geschlossenes Einkaufszentrum (Mall): In einem geschlossenen Einkaufszentrum befinden sich alle Geschäfte in einer Räumlichkeit und bieten einen Eingang von der Innenseite. Außen herum sind sie fast komplett geschlossen, bis auf einige Fenster zum Tageslichteinfall.
„Einfaches“ Einkaufszentrum: Das „einfache“ Einkaufszentrum hat ein entscheidendes Merkmal, einen so genannten „Magnetmieter“. Dies bezeichnet eine große Verkaufsfläche, die meist von einer großen Handelskette gemietet wird, welche Kunden in das Einkaufszentrum zieht. Von diesem Magneten profitiert nicht nur diese eine Handelskette, sondern auch die rundumher liegenden kleineren Geschäfte, die dadurch von den Kunden mehr in Betracht gezogen werden. Diese Verkaufsflächen haben jedoch dementsprechend einen höheren Vermietungspreis. Im Allgemeinen wird jedoch wert auf den Einzel –und Gastronomiehandel gelegt.
Power-Center: Deratige Power-Centers gibt es fast ausschließlich nur in den USA. Das Besondere an so einem Einkaufszentrum ist die Anzahl der Discounter und großer Fachmärkte, die die Position der sogenannten Magnetmieter einnehmen. Der Anteil dieser Geschäfte beträgt etwa 60%-90%.
Urban Entertainment Center: In einem Urban Entertainment Center geht der Sinn eines Einkaufszentrumes fast komplett verloren. Hier wird die Unterhaltung und der Spaß der Besucher in den Vordergrund gestellt. Als Unterhaltung dienen in einem Urban Entertainment Center meist ein Kino, mit mehreren Kinosälen, Diskotheken, Fitnesszentren und andere Freizeitmöglichkeiten.